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Heidelberger Elterntraining

Elterntraining zur frühen Prävention





Verzögerungen Im Spracherwerb gehören zu den häufigsten Entwicklungsauffälligkeiten im Kleinkindalter. Etwa 10-20% der Zweijährigen sind davon betroffen. Einige Kinder holen diese verzögerung bis zum 3. Lebenjahr auf, andere jedoch nicht.

Bei Kindern, die im Alter von 24 Monaten Rückstände in der sprachlichen Entwicklung aufzeigen, kann das Heidelbeger Elterntraining sinnvoll unterstützen. In einer kleinen Gruppe lernen die Eltern einerseits, wie sie ihr Kind im alltäglichen Umgang sinnvoll sprachlich anregen können, und andererseits, wie sie bestimmte Situationen gezielt sprachförderlicher gestalten können.

So kann eine spätere logopädische Behandlung u.U. vermieden werden.

Ein frühes Eingreifen ist deshalb wichtig, weil sich aus der verzögerten Sprachentwicklung unter Umständen Probleme in der sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung, Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen sowie allgemeine Schulleistungsprobleme einstellen können.

!Das Heidelberger Elterntraining ist ein Gruppenprogramm für Eltern von Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung. An 7 Terminen erfahren Sie als Eltern gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern, wie sie ihr Kind effektiv beim Sprechen lernen unterstützen können. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Training.

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Sprachzentrum im Gehirn verschiebt sich mit dem Alter

Wandernde Wortgewandtheit





Das Sprachzentrum im Gehirn verändert mit fortschreitendem Alter seine Lage. Das haben amerikanische Forscher um Jerzy Szaflarski vom medizinischen Zentrum der Universität in Cinncinnati herausgefunden. Bei Rechtshändern verlagert sich das Sprachzentrum im Alter von 5 bis 20 Jahren immer stärker in die linke Hirnhälfte, um sich ab dem 25. Lebensjahr allmählich wieder auf beide Hirnhälften zu verteilen. Die Erkenntnisse könnten bei der Therapie von Gehirnverletzungen und Schlaganfällen helfen, bei denen das Sprechen der Patienten beeinträchtigt wurde, schreiben die Forscher.

Die Wissenschaftler untersuchten 177 rechtshändige Testpersonen im Alter von 5 bis 67 Jahren. Diese mussten im Tomographen zu vorgegebenen Hauptworten wie Stuhl, Herd oder Löffel ein naheliegendes Verb finden. Die Aufgabe umfasste damit das Erkennen des Hauptwortes, die Auswahl des Verbs und die Entscheidung, es zu sagen, und schließlich das eigentliche Sprechen. In den Bildern konnten die Forscher die sprachaktiven Gehirnareale als farblich markierte Bereiche verfolgen.

Das Ergebnis: Bei den 5- bis 20-jährigen Probanden verschoben sich die aktiven Muster mit zunehmendem Alter immer mehr in die linke Hirnhälfte. Im Alter von 20 bis 25 Jahren läuft das Sprechen am stärksten links ab, um sich bis ins Alter wieder gleichmäßig auf beide Gehirnhälften zu verteilen, erklären die Forscher.

Szaflarski und seine Kollegen vermuten, dass die mit dem Alter zunehmenden Fehler in der sprachaktiven Hirnhälfte durch die andere Hirnseite ausgeglichen werden. Diese so genannte Plastizität des Gehirns könnte auch für die Therapie hirngeschädigter Patienten nützlich sein. "Dieses Wissen gibt uns neue Hoffnung für die Rehabilitation von Erwachsenen mit geschädigten Hirnfunktionen, etwa nach Schlaganfällen", sagt Szaflarski. Die Studie bezog nur Rechtshänder ein, da bei diesen das Sprachzentrum überwiegend in der linken Hirnhälfte lokalisiert ist. Bei Linkshändern ist die Sprache grundsätzlich stärker verteilt.

Quelle: wissenschaft.de


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Logopäden und Kinderärzte: Ziel ist die frühzeitige Erfassung von Risikokindern

Gemeinsame Broschüre über die kindliche Sprachentwicklung





Kassel (ots) - "Kinder- und Jugendärzte und Logopäden wollen die Erkenntnisfortschritte der Spracherwerbsforschung gemeinsam nutzen, um dem zunehmenden Problem der Sprachentwicklungsstörungen effektiv zu begegnen", sagte dbl-Präsidentin Dr. Monika Rausch im Vorfeld des diesjährigen dbl-Fachkongresses, der vom 26.-28. Mai in Kassel stattfindet. Deshalb haben der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj) und der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) gemeinsam eine neue Broschüre herausgegeben, die sich an die Mitglieder beider Berufsverbände richtet. Unter dem Titel "Die kindliche Sprachentwicklung von der U 3 bis zur U 9" liefert sie einen Überblick über den aktuellen Stand der Diagnostik kindlicher Sprachstörungen und erleichtert so den fachlichen Austausch zwischen den beiden Berufsgruppen. "Nur durch dieses fachliche Zusammenspiel kann die bestmögliche Betreuung der Kinder erreicht werden", so Dr. Rausch. Ein wesentliches Ziel der Broschüre ist es, dazu beizutragen, dass Risikokinder frühzeitig erkannt werden, möglichst schon ab dem 2. Lebensjahr. So soll das Entstehen oder die Verschlimmerung einer Sprachentwicklungsstörung verhindert werden. Weiterhin soll Spätfolgen wie einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) oder einem Schulversagen vorgebeugt werden. In einer Art "Checkliste" werden in der Broschüre die Meilensteine der kindlichen Sprachentwicklung ab der Vorsorgeuntersuchung U6 bis zur U9 beispielhaft aufgeführt. Weil insbesondere in der Zeitspanne zwischen dem 24. und dem 43. Lebensmonat enorme Veränderungen in der Sprachentwicklung stattfinden, wird zusätzlich um den 34. Lebensmonat eine weitere, neue Vorsorgeuntersuchung (U 71/2) vorgeschlagen.

Die Broschüre kann im Downloadbereich heruntergeladen werden.


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Gute Therapieaussichten bei frühzeitiger Diagnose

Eltern sollten sich Zeit nehmen und viel mit ihren Kindern sprechen


Nach Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) leidet etwa jedes zehnte Vorschulkind an einer krankhaften Sprachstörung. Erkennen Eltern dies frühzeitig, bestünden gute Chancen für eine erfolgreiche Behandlung.


Beim Tempo des Spracherwerbs, so die Pädiater, könne es große Unterschiede geben. Die Reihenfolge, in der Kinder Laute und grammatikalische Formen erlernen, folgten jedoch einem bestimmten Muster. Das Kleinkind beginne mit dem Nachahmen von Lauten und kann dann erst einzelne Wörter wie "Mama" oder "Wauwau" sprechen. Dann folge die Phase, in der Kinder Zweiwortsätze bilden, die durch immer mehr Wörter erweitert werden. Schließlich könne das Kind auch Sätze verbinden. Gegen Ende des sechsten Lebensjahres sollten Kinder bei der Aussprache und beim Satzbau keine Auffälligkeiten mehr zeigen.


Eine besondere Gefahr für die Sprachentwicklung gehe von Hörstörungen aus. Eine solche könne vorliegen, wenn ein Kind im Alter von sieben bis acht Monaten verstummt und Laute nicht nachahmt. In solchen Fällen sollte der Kinder- und Jugendarzt konsultiert werden. Dies gelte ebenso, wenn ein Kind am Ende des zweiten Lebensjahres weniger als 20 Wörter spricht und noch nicht das Wort "nein" sagen kann. Mit einer logopädischen Therapie könne dann geholfen werden.


Da Kinder die Sprache durch Nachahmen erlernen, sollten Eltern viel mit ihren Kindern reden, ihnen Geschichten vorlesen und viel erklären, auch wenn sie noch nicht alles verstehen. Auf keinen Fall dürfe die "Babysprache" der Kinder nachgeahmt werden. Der Sprachförderung dienlich sei es auch, Kindern genug Zeit zum Erzählen zu geben und sie nicht unter Druck zu setzen.


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Neugeborenen werden auf Hörschäden untersucht

Hörscreening für Babys





Bei Neugeborenen sind Hörschäden am effektivsten zu behandeln, wenn sie so früh wie möglich diagnostiziert werden. Daher hat die ASKLEPIOS-PAULINEN-KLINIK (APK) als eine der ersten Krankenhäuser in Hessen den vollständigen Funktionsablauf des Neugeborenen-Hörscreenings eingeführt.

Dabei werden grundsätzlich alle Neugeborenen auf Hörschäden untersucht. Die Ergebnisse des Hörtests werden nach einer ersten Auswertung von der Geburtsabteilung der APK an die Frankfurter Uni-Klinik "online" weitergeleitet. Bei auffälligen Befunden koordiniert die APK dann die weitere Therapie und Diagnostik.

Innerhalb von nur 14 Tagen erhalten die Eltern einen Termin in einer pädaudologischen Einrichtung, die die weitere Behandlung übernimmt. Als besonderen Service bietet die APK jetzt auch nachträglich den kostenlosen Hörtest für alle Babys, die im vergangenen halben Jahr an der Klinik zur Welt kamen.

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 1 000 Kinder mit einem Hörschaden geboren. Ursachen dafür können Infektionen aber auch anlagebedingte Störungen sein. Im Durchschnitt werden Hörstörungen erst mit 31 Monaten festgestellt. Bis zu einer Therapie vergehen weitere sechs Monate. Dann ist es oft für das Kind zu spät. Die verzögerte Entwicklung der Sprache als wie der kognitiven Fähigkeiten ist in vielen Fällen die Folge.

Bei der Anschaffung der technischen Infrastruktur und der Schulung des Personals wurde die Klinik vom Hessischen Sozialministerium unterstützt.




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Pilotprojekt von Ersatzkassen und Therapeuten

Zappelphilipp soll bessere Hilfe erhalten





wid. MAINZ Kindern mit der Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit - dem so genannten AD(H)S-Syndrom - soll besser geholfen werden. Die Ersatzkassen in Rheinland-Pfalz starten deshalb gemeinsam mit der Vereinigung der Kassenpsychotherapeuten und dem Deutschen Psychotherapeutenverband (DPTV) ein bisher bundesweit einmaliges Projekt zur Integrierten Versorgung für so genannte "Zappelphilipp-Kinder" und für Kinder mit anderen chronischen psychischen Störungen. Gegenüber der ambulanten Standardtherapie sieht die Vereinbarung Verbesserungen vor:

Die mitwirkenden Psychotherapeuten werden zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit medizinischen, pädagogischen, kinderärztlichen, ergotherapeutischen, sprachtherapeutischen und sozialen Diensten verpflichtet.

Bei Entwicklungsstörungen können Ergo- und Sprachtherapie direkt angeordnet werden.

Mindestens einmal im Monat muss eine Fallbesprechung erfolgen.

Die Behandlungsergebnisse werden durch das "Competenzzentrum Psychiatrie und Psychotherapie des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung" zentral ausgewertet.

Studien zufolge gelten acht bis 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland als psychisch auffällig. Ein Viertel davon zeigt schwere Formen psychischer Auffälligkeiten und ist dringend behandlungsbedürftig. Viele werden nicht ausreichend oder falsch behandelt.

Eltern, die ihre Kinder, die an einem solchen Krankheitsbild leiden, in dieser Integrierten Versorgungsform behandeln lassen möchten, können bei ihrer Ersatzkasse einen Antrag stellen, der dann wie bisher nach den Psychotherapierichtlinien geprüft und beschieden wird. Das Pilot-Projekt startet zum 1. Mai in Rheinland-Pfalz und soll später auf andere Regionen deutschlandweit ausgedehnt werden.



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