Schluckstörungen (Dysphagien)
 Schluckstörungen (Dysphagien) können den Kau- und Schluckvorgang beim Essen und Trinken sowie das Zusammenspiel von Mund- und Gesichtsmuskulatur allgemein betreffen. In der logopädischen Therapie wird ein individuelles, genau an der spezifischen Schluckstörung orientiertes Behandlungskonzept erarbeitet. Hierbei soll der Schluckvorgang und die Nahrungsaufnahme initiiert, aufgebaut, gesichert und/oder erleichtert werden. Im Weiteren beinhaltet die logopädische Therapie die Beratung über geeignete Nahrung (etwa Kostaufbau und Konsistenzplanung), die Anleitung zum Umgang mit Hilfsmitteln (z. B. Esswerkzeug) und die Beratung der Angehörigen. Im Kindesalter:
- Saug-, Trink-, Ess- und Schluckstörungen: zum Beispiel bei neurologischen Erkrankungen oder Missbildungen im Mund- und Rachenraum
- Muskeln betreffende, funktionelle Störungen: zum Beispiel Zungenfehlfunktion, meist bei kieferorthopädischen Problemen
- Im Erwachsenenalter: neurologisch bedingte Schluckstörungen: zum Beispiel nach Schlaganfall oder bei degenerativen neurologischen Erkrankungen
- Mund- und Rachenraum betreffende Schluckstörungen (oro-pharyngeale Dysphagien): zum Beispiel nach operativen Eingriffen an Lippen, Kiefer, Zunge, Gaumen, Rachen und/oder Kehlkopf
- Muskeln betreffende, funktionelle Störungen: zum Beispiel bei Fehlbiss
 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
|