Sowohl Erkrankungen der Stimmorgane selbst, als auch verschiedene Allgemeinerkrankungen und vor allem seelische und psychische Belastungen oder Störungen können dazu führen, dass das Zusammenspiel von Atmung, Stimme und Artikulation gestört ist. Ist dies der Fall, spricht man von einer Stimmstörung, die sich durch folgende Symptome äußern kann:
- Heiserkeit: schwacher oder rauer Stimmklang
- vorübergehendes Stimmversagen bis Stimmlosigkeit
- verminderte Belastbarkeit der Stimme: vorzeitige Stimmermüdung, Sprechanstrengung, Atemnot bzw. Luftknappheit beim Sprechen
- falsche Stimmlage oder ungünstige Lautstärke
- Druckgefühl und Missempfindungen im Kehlkopf und Halsbereich
- Husten und Räusperzwang
Im Laufe seines Lebens leidet jeder Mensch immer wieder an einer mehr oder weniger ausgeprägten Stimmstörung. In den allermeisten Fällen sind die Ursachen harmlos und die Störung vorübergehend, wenn stimmhygienische Maßnahmen eingehalten werden. Trotzdem kann sich hinter jeder Stimmstörung eine ernste, die Gesundheit der Stimme oder sogar das Leben bedrohende Erkrankung verbergen.
Jede länger andauernde Heiserkeit (ber 3 Wochen) oder deutliche Stimmveränderung muss daher unbedingt fachärztlich abgeklärt werden. Nur durch eine entsprechende Kehlkopfuntersuchung kann die HNO-ÄrztIn bzw. die PhoniaterIn (FachärztIn für Stimm- und Sprachstörungen) feststellen, ob eine organische oder funktionelle Stimmstörung vorliegt und die weitere Behandlung einleiten.
