Legasthenie bezeichnet eine umschriebene Störung im Erlernen der Schriftsprache, die nicht durch eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklungsbedingungen erklärt werden kann. Vielmehr ist die Legasthenie das Ergebnis von Teilleistungsschwächen der Wahrnehmung, Motorik und der sensorischen Integration, bei denen es sich um anlagebedingte oder durch äußere schädigende Einwirkungen entstandene Entwicklungsstörungen von Teilfunktionen des zentralen Nervensystems handelt.
Bei Legasthenie ist in jedem Fall eine integrative Lerntherapie angezeigt. Mögliche Anzeichen einer Legasthenie können sein:
- auffallend große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben
- sehr langsames, fehlerhaftes Lesen
- häufige Verwechslung ähnlicher Wörter oder Buchstaben
- häufige Verwechslung der Buchstabenfolgen
- Buchstaben können kaum zu Wörtern zusammengezogen werden
- Auslassung von Buchstaben oder Silben
- für Schreibarbeiten wird überdurchschnittlich lange gebraucht
