Rodolfo Castillo Morales entwickelte ein Konzept, das mit sensomotorischen und orofazielen Schwerpunkten ausgerrichtet ist. Es ist zum einen die Neuromotorische Entwicklungstherapie (NET) und zum andren die Orofaziale Regulierungstherapie (ORT). Seit 1997 werden diese beiden Therapieschwerpnkte nicht mehr getrennt angewendet, da eine Behandlung im orofazialen Bereich (die Mundpartie betreffend) ohne Berücksichtigung und Stabilisierung des Haltungshintergrundes nicht erfolgsversprechend ist.
Das sensomotorische Behandlungskonzept entwickelte Castillo Morales aus der jahrelangen Erfahrung mit Kindern mit muskulärer Hypotonie (erniedrigte Muskelspannung). Mitlerweile hat sich das Behandlungskonzept erweitert und somit auch der Personenkreis, bei dem dies angewendet wird:
- Kinder mit genetischen Syndromen und Muskelhypotonie
- Kinder mit verlangsamter sensomotorischer Entwicklung
- Kinder und Erwachsene mit zentralmotorischen Störungen und / oder Mehrfachbehinderung
- Patienten mit peripheren Paresen
- Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen
- Patienten nach Schädelhirntrauma und Koma
Die ganze Therapie orientiert sich an der normalen sensomotorischen Entwicklung des Kindes. Behandlungstechniken wie Zug, Druck und Vibration verdeutlichen propriozeptive Erfahrungen (Eigen-Erfahrungen) und die visuelle Orientierung im Raum wird haltungsstabilisierend genutzt.
Die Kinder werden aufmerksamer, offener und motivierter, nehmen ihre Umwelt besser auf, werden fähiger zur Kommunikation und probieren mehr aus. An der Stützfunktion der Füße wird intensiv gearbeitet, damit die Kinder so früh wie möglich vertikalisiert werden können.
